9. Woche – Eine Woche ohne Schlaf … ???

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Der Wochenbeitrag kommt leider etwas verspätet. Das liegt daran das in der Kaserne das Internet nicht richtig funktioniert hat.

Es war wohl die anstrengendste Woche derzeit aber es hat auch eine Menge Spaß gemacht. Eine grüne Woche ist eine schöne Woche.

Montag – Einen schöneren Start in die Woche als dieses Mal kann man sich gar nicht vorstellen. Normal wird man so gegen 5 Uhr geweckt, aber diesmal hatten wir das große Glück schon um 4 Uhr geweckt zu werden und zwar vom Gruppenführer persönlich. Aber der lustige Part kommt erst. Es war nämlich ein kleiner Alarm. D.h. wir mussten im Dunkeln!!! uns anziehen und mit dem ganzen Gepäck (Koppel + Rucksack) in 5 min draußen stehen. Was los war wussten wir noch nicht aber wenn man noch müde ist denkt man über so was auch nicht so viel nach. Als dann endlich auch der letzte draußen angekommen war sind wir ein paar Meter gelaufen und unter einem Schleppdach wurden dann eine Vollzähligkeitskontrolle gemacht ob wir auch alles im Rucksack haben wie es auf dem Verpackungsplan steht.

Lustig wurde es erst jetzt. Ein paar Kameraden hatten nämlich gar nichts im Rucksack — das gab erst mal ein Echo ;) — Während der Vollzähligkeit wurde natürlich jeder auf geschrieben der etwas vergessen hatte. Ja auch ich gehörte dazu. Ich hatte keine lange Unterhose eingepackt. Wäre das jetzt ein echter Alarm gewesen wäre ich bestimmt tot, weil die lange Unterhose ja überlebenswichtig ist. Nach dem fast jeder auf der Liste stand durften wir alles wieder in den Rucksack packen und es ging ab zum Frühstück.

Auf dem Tagesplan stand jetzt noch HiBa (Hindernisbahn). Das ist die tolle Strecke mit verschiedenen Hindernissen, die man aus den Dokus oder Filmen kennt. Da unsere Kaserne keine HiBa hat sind wir in die Nachbarkaserne gefahren und durften dort ohne und mit Waffen drüber und mit Koppel. Das war so eine kleine lustige Aktion. Lustig war das von den 10 Hindernissen 2 nicht verwendungsfähig waren. Somit mussten wir nur noch 8 bewältigen. Sehr cool fand ich die Holzwand. Eine 2m hohe Holzwand muss man mit Waffe und Koppel überqueren können. Ich dachte nicht das ich es schaffe aber es war doch einfacher als man denkt. Man verwendet zum Überqueren die Ähnliche Technik wie beim Hochsprung und da ich darin geübt bin war es vielleicht auch einfacher für mich.

Der Rest des Tages war eigentlich nicht mehr so spannend eher entspannend. Wir haben noch mal unsere Ausrüstung überprüft da es an nächsten Tag wieder ins Feld ging.

Dienstag bis Donnerstag – Wie letzte Woche waren wir auch dieses mal 3 Tage im Feld. Es wurde zu uns die Woche vorher schon oft gesagt dass es jetzt hart wird aber so im Nachhinein sag ich es war gar nicht so schlimm. Im Gegenteil es war wohl die beste Woche bist jetzt und es hat richtig Spaß gemacht. Lustig war auf jeden Fall das am Dienstag Nachmittag ein Reporter von einem Münchner Radio da war und den Zug begleitet hat.

Der Dienstag war zweigeteilt. Der Tag begann ganz normal und wir hatte unser Morgenritual (Antreten; Waschen; Frühstück; Putzen). Da wir wussten dass wir erst gegen Mittag los laufen werden waren wir gespannt was die Ausbilder am Vormittag mit uns machen. Zu unserem Unglück gab es eine Wiederholung der ABC Ausbildung. D.h. wir durften schön mit dem ganzen ABC-Schutz-Zeug + Koppel + Rucksack rum laufen. Es gibt doch nichts schöneres als den Vormittag mit ein wenig ABC zu verbringen. Nachdem wir das aber hinter uns gebracht haben konnten wir nach dem Mittag los laufen Richtung Biwak. Am Lager angekommen stand nicht mehr so viel auf dem Plan. Wir haben nur noch unsere Zelte aufgebaut und die Stellungen ausgebaut. Danach hieß es: Warten. Wartens auf die Dunkelheit. Das “Anstrengende” sollte nämlich in der Nacht erfolgen. Streife laufen; Feuerwache; Alarmposten. Diese glorreichen Drei haben uns die Nacht versüßt. Aber was heißt das genau? Feuerwache erklärt sich ja noch von selbst: Man überwacht dass das Feuer nicht ausgeht. Die Streife dagegen ist schon etwas spannender. Man läuft im Zwei-Mann-Team eine vordefinierte Strecke ab und kontrolliert die verschiedenen Gruppenplätze und die Alarmposten ob alles in Ordnung ist. Der Alarmposten ist wohl das schlimmste. Man liegt zu Zweit in einer Stellung (also eigentlich ist es nur ein kleines Loch in der Erde ;) ) und schaut Richtung Feind. Falls der Feind kommt können diese zwei Personen Alarm schlagen und die Gruppe wecken. Das Problem bei der Sache ist, dass man schnell selber einschläft. Aber schlafende Wachen nützen einem wenig!

Aber trotz dem strengem Wachbleiben hat uns der Feind überrascht und wir wurden zwei Mal in der Nacht angegriffen. Das war im Prinzip der lustige Teil an der Ausbildung. Mit ManMun gegen Feinde schießen die man ja doch nicht sieht, weil die eigenen Stellungen so scheiße waren. Wir lagen ein wenig bergauf und hatten vor uns nicht nur viel, hohes Gras sondern auch ein paar Bäume. Also wir sahen im Prinzip Null. Aber das macht ja nichts wir haben trotzdem lustig drauf los geschossen.

Nachdem wir unsere 1-2 Stunden schlaf bekommen hatten war der Mittwoch auch schon da. Mit einem kleinen Frühstück konnte der Tag beginnen. Zu unsere Überraschung stand etwas außergewöhnliches auf dem Plan. Wir wurden vormittags mit dem Bus wieder in die Kaserne gefahren (unser Zeug blieb am Lagerplatz) um dort 5-10ml Blut abgezapft zu bekommen. Warum? Na der SanBereich wollte unser Blut damit er unsere Blutgruppen bestimmen kann. Eigentlich sollte der Termin am kommenden Montag sein aber die lustigen Leute vom SanBereich wollten es jetzt machen. Und wenn der SanBereich was sagt dann muss das geschehen. Das fanden die Ausbilder nicht so lustig aber beschweren hilft da auch nichts. Nach einem Mittag in der Kaserne ging es dann auch wieder zurück. Aber was soll man mit einem angebrochenen Nachmittag tuen? Ganz klar … Schlafen. Wir durften 4 Stunden schlafen damit wir wieder fit für die Nacht sind.

Die Nacht lief ähnlich ab. Wir wurden angegriffen, haben ein wenig geschossen. Gegen 2 Uhr kam dann aber ein Funkspruch rein, dass der Fein überlegen sei und das alle Gruppen ausweichen müssen. Das hieß für uns Zelte einpacken im Dunkeln und Rucksack packen. Damit wir mit dem Gerödel Richtung Kaserne ausweichen können. Wir sind dann zwichen halb 4 und 4 angekommen. Danach durften wir die Waffen putzen, Waffen abgeben, Frühstücken und dann Schlafen.

Freitag – Ein geregelter Tag: Sport und Stuben Durchgang -> Dienstschluss :)

Posterdruck hinter Acryl

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Mit der Zeit gelingen mir ja immer mehr Fotos und das ein oder andere würde man sich auch gerne an die Wand hängen. Mit meinem ersten Fotobuch bin ich ja schon einen großen Schritt nach vorne gegangen aber es geht noch besser.

Bei neunzehn72 hat der Autor ein Foto von sich als Poster hinter Acryl drucken lassen. Das Ergebnis lässt sich echt sehen. Zu meinem Glück verlost er 3 solcher Acryl Drucks für ein eigenes Foto. Die Bedienung ist relativ einfach. Man muss nur das Foto online Stellen das man selber gerne drucken lassen möchtet und schon ist man dabei. Also hier ist mein Bild:

8. Woche – Eine grüne Woche

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Die erste wirklich grüne Woche haben wir hinter uns. Aber es ist noch lange nicht vorbei!

Montag – Eine neue Woche voller spannender Dinge steht an – Die Aufregung kann die Rekruten gar nicht auf den Stühlen halten. … OK vielleicht (etwas) völlig übertrieben. Der Montag ging so weiter wie der Freitag aufgehört hat. Wir lernen das ABC. Der theoretische Unterricht ging weiter und wo die Theorie ist, ist die Praxis nicht weit. Wir durften unsere ABC Schutzausrüstung endlich mal anziehen und zwar so wie es der Dienstherr von uns will. D.h. wir haben 7 Sek. Zeit um den Helm abzuziehen und die ABC-Schutzmaske aufzuziehen. Danach kommt dann der Poncho usw. Nachdem wir dann auch darin geübt sind haben wir unseren Overgament ausgepackt und natürlich auch anprobiert. Somit war der Montag dann auch schon vorbei und wir freuten uns auf Dienstag.

Dienstag bis Donnerstag – Der Morgen war noch relativ entspannt und nichts außergewöhnliches hätte man feststellen können. Denn der Spaß begann erst gegen 8 Uhr. Wir schnappten unsere Rucksäcke und Waffen und “das Große Krabbeln” konnte beginnen. WIr liefen zum Standortübungsplatz um dort 3 Tage und 2 Nächte zu verbringen. Im Grunde lief dieses erste Biwak noch sehr human ab. Wir hatten Zeit unsere Zelte aufzubauen uns suchten erstmal Brennholz für die paar Tage. Desweiteren haben wir unsere Stellungen ausgebaut in denen wir liegen werden und den Feind bekämpfen können. Wenn man schon eine Stellung hat dann macht es ja auch Sinn ein bisschen sich im Schießen zu üben. Damit meine ich jetzt aber nicht mit ExMun (Exerziermunition = scharfe Patronen) sondern mit ManMun (Manöver Munition = Patronen die nur “Peng” machen). Wir haben mehr geübt wie man im Gefecht bei Tag und Nacht schießt. Z.B. wie man einen Feuerüberfall richtig macht. Ein idealter Feuerüberfall sieht nämlich so aus, dass alle zum gleichen Zeitpunkt schießen und es sich wie ein Schuss anhört. So kann der Feind nicht genau sagen wie viele wir sind.

EIn Highlight während dieser Tage war eine kleine Vorstellung der Ausbilder. Uns wurde gezeigt wievielt man nachts hört und wie man sich richtig nachts verhallt damit man nicht so schnell entdeckt wird. Dazu sind wir nachts auf ein Lichtung gegangen und hatten zwei Wälder vor uns. Im rechten waren Ausbilder die es falsch machten und im Linken waren Ausbilder die es richtig machten. Der Unterschied war enorm. Das war schon richtig lustig.

Ein weiteres Highlight (wahrscheinlich bin ich der einzige der das so sieht) war eine kleine Überraschung. Am Mittwoch Vormittag gab es einen Feldgottesdienst. Das war für mich persönlich sehr entspannend mit Gott so bewusst in Kontakt zu treten und ihm die Ehre geben. Die Meisten versuchten diese Zeit als Schlafenszeit zu nutzten, dabei da hatten die Ausbilder was dagegen ;) Der evangelische Bundeswehrpfarrer unserer Kaserne kam und hielt die Predigt. Sogar ein Birken-Kreuz wurde aufgestellt.

Donnerstags stand nicht mehr viel auf dem Plan. WIr hatten Zeit alles zusammenzupacken und nach dem Mittag sind wir dann wieder zurück marschiert.

Freitag – Am Freitag stand eigentlich ein 10km Marsch auf dem Plan. Dies wurde aber kurzfristig geändert. Dafür hatten wir gute 3 Stunden Zeit unsere komplette Ausrüstung zu säubern, alles ordentlich in den Schrank zu räumen und die Stuben und Reviere zu putzten. Das hat soweit auch alles geklappt nur einer hatte weder Ausrüstung geputzt noch Rucksack ausgeräumt. Warum weiß man nicht so genau auf jeden Fall musste er etwas länger bleiben.

Somit ist eine weitere Woche der AGA vorbei und wir nähern uns dem Ziel der Beförderung. Die nächsten zwei Wochen werden wir noch mal ins grüne Wandern aber dann wird es nicht mehr so lustig wie diese Woche, wurde uns gesagt. Aber mehr dazu nächste Woche.

Gewinner der Fotobücher

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cat_fotografie_150.pngDas Gewinnspiel ist schon lange vorbei aber ich muss dennoch bekannt geben wer jetzt überhaupt gewonnen hat. OK im Prinzip ist es einfach. …

Ich dachte ja mit dem Gewinnspiel könnte ich ein paar mehr Leser gewinnen, aber meine gute Idee ist wohl nicht zu gut in die Welt gekommen. Ich habe viele Fotoblog Betreiber angeschrieben ob sie mir nicht helfen wollen, aber keiner hat sich bereit erklärt ein wenig davon zu berichten. Schade! Muss ich echt so sagen. Ich dachte die Blogosphäre wäre viel offener. Aber ich will jetzt nicht den Miesepeter spielen. Heute geht es ja um etwas anderes.

Ich habe ja 5 Fotobücher zu verschenken gehabt und im Prinzip hatte jeder die selben Chancen. Aber da nur zwei Leute mitgemacht haben hat sich das Auslosen auch erledigt. Ich will also den beiden Gewinnern noch mal herzlich gratulieren:

Carolin v. d. G.

Pantao

Ich will mich auf jeden Fall noch mal bei Photobox.de bedanken für die Fotobücher. Sicherlich ist es nicht das letzte Gewinnspiel von mir. Aber ich denke erstmal suche ich mir mehr Stamm leser ;) Wenn mein Blog etwas bekannter geworden ist kommt sicherlich ein neuer Versuch.

7. Woche – SanAusbildung

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Endlich mal was ich auch im zivilen Leben gebrauchen kann. Die SanAusbildung war echt interessant und lohnenswert.

Montag + Dienstag – Hier zu gibt es nicht viel zu sagen. Zwo volle Tage reine Theorie. Es war ein hartes Stück Arbeit wach zu bleiben, aber die Beispielbilder mit viel Blut und Organen haben einen schon wach gehalten ;) Wir haben im Prinzip alles theoretisch durch genommen was man im Einsatzt so vorfinden kann. Von Explosionsverletzungen bis hin zu Amputationen und Schocks. … Im Zivilen werde ich wohl seltener als Ersthelfer bei einer Explosion dabei sein, aber dafür gab es genug andere Sachen die außerhalb der Kaserne nützlich sind.

Mittwoch + Donnerstag – Die praktische Ausbildung beginnt. D.h. was wir die Tage davor gelernt haben sollten wir jetzt verinnerlichen. Mittwochs war es noch mehr auf die medizinischen Punkte ausgelegt. D.h. wir haben die Helm Abnahme vom Motorradfahrern geübt, die HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung) und Verbände und Abbinden gelernt. Donnerstags wurde es mehr Einsatztspezifisch. Wir bekamen an sechs Stationen verschiedene Lagen und mussten unter bestimmen Bedigungen helfen. Wir mussten z.B. bei einem Verkehrsunfall im Kosovo helfen. Dabei muss man dann natürlich immer mit Feindkontakt rechnen aber gleichzeitig den Verletzten helfen. Dann mussten wir aus einem Waldstück schwer verletzte Kameraden bergen. Eine Station war besonders lustig: Ein Raum voller Rauch und Qualm wurde uns gegeben und wir mussten Menschen bergen und versorgen bis der SanTrupp kommt. Das hört sich alles sehr lustig an, war aber echt anstrengend. Wir mussten fast durchgehen den vollen Rucksack, die Koppel und den Helm tragen. Mit den Gepäck sieht das alles nämlich ganz anders aus.

Freitag – Der Freitag war mal wieder so ein chiller Tag. Wir sind morgen so 10 km gejoggt und bekammen dannach noch einen Overgament (ABC-Schutzanzug). Fragt mich jetzt nicht warum wir sowas kriegen?? Aber sobald ich es weiß bekommt ihr es mit. So war der Vormittag auch rum und wir konnten alle pünktlich ins Wochenende :)

6. Woche – Schieß-Biwak

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Unsere ersten Tage im Feld mit Übernachtung sind vorbei!

Montag – Das Thema am Wochenanfang war “Wachausbildung”. Jeder der die AGA besteht wird für den Wachdienst eingeteilt. Damit wir dafür vorbereitet sind hatten wir den ganzen Tag nur ein Thema. Vormittags wurde es theoretisch und nachmittags praktisch durch genommen. Das Thema wurde in 4 Bereiche eingeteilt: 1) Streife 2) Flaggenparade 3) Personenkontrolle und Durchsuchen von Personen 4) Fahrzeugkontrolle.

Dienstag bis Donnerstag – 04:00 Uhr morgens: der Zug muss aufstehen. Was für eine menschenunwürdige Zeit. Aber da muss man wohl jetzt durch. Wir sind mit dem Bus 1:30 h gefahren um zu einer Standortschießanlage zugelangen. Drei Tage werden wir nur eins tun: Schießen – Schalfen – Schießen – Schlafen – Schießen – Heimfahrt. Also im Großen und Ganzen waren die Tage überschaubar. Wir haben mit unseren drei Waffen scharf geschoßen und mussten sämtliche Übungen bestehen und hatten sogar die Change die Wertungsübungen zu schießen. (Wenn man die gut besteht hat man die Chance auf die Auszeichnung einer Schützenschnur). Mit der P8 zu schießen war noch realtiv einfach da ist auch jeder schnell durch gekommen. Schwere war es mit dem G36, wobei das am meisten Spaß gemacht hat finde ich. Das MG3 ist wohl die schlimmste von allen drei. Es gab eine Übung die haben viele nicht bestanden auf anhieb und die musste man dann solange wiederholen bis man bestanden hatte. Das war aber nicht das Problem – das Problem war das es zu dem Zeitpunkt so stark geregnet hatte das wir gar nichts richtig sehen konnten. Meine Brille ist die ganze Zeit beschlangen beim Zielen und wie soll man so ein ordentliches Ergebnis liefern? Naja kann man jetzt auch nichts mehr dran ändern. Es war auf jeden Fall lustig.

Lustig war auch das Schlafen wir haben ja das erste mal unter freien Himmel geschlafen. Das ist jetzt nicht wirklich außergewöhnlich, aber lustig war wie sich manche angestellt haben. Z.B. durften wir keine Taschenlampen o.Ä. benutzen und mussten alles im Dunkeln herrichten was wir zum schlafen benötigten. Habt ihr schon mal ein Zelt eingeräumt im totalem Dunkeln?? Was mich am meisten genervt hat ist das die Zelte viel zu klein sind. Ich bin ja schon ein recht langer Typ und passe gerade so in das Zelt und jetzt soll noch der große Rucksack, die Koppel mit allem Gerödel und die Waffe ins Zelt? Also ich sage euch es hat alles rein gepasst aber bequem ist was anderes ;)

Freitag – Am letzten Tag haben wir nicht mehr viel gemacht außer Waffen gereinigt. Zwischen 3 und 4 Stunden haben wir Waffen gereinigt. Viele haben sich aufgeregt, vorallem weil die Ausbilder sagten solange die Waffen nicht sauber sind kommt keiner Heim. Ich fand es irgendwie lustig. Keine Ahnung warum mich sowas nicht aufregt, aber ich war wohl einer der gelassensten. Frei nach dem Motto: “Fresse Halten und weiter putzen!” So gegen halb eins wurde es dann hecktisch. Wir sollten alle die Waffen so schnell wie es geht zusammensetzen und dann im Lauftempo zur Waffenkammer bringen … und natürlich im Lauftempo zurück zur Unterkunft. Dannach wurden wir dann ins Wochenende entlassen. Warum die Ausbilder plötzlich so Stress gemacht haben weiß keiner – wahrscheinlich wollten die auch endlich ins Wochenende ^^

5. Woche – Bis zum Feld und noch viel Weiter ….

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Die letzte Woche war eigentlich etwas gechillt aber dennoch waren wir jeden Abend total müde. Anscheinend haben wir uns noch nicht an die Zeiten gewöhnt aber das dürfte auch noch kommen. Wir sind ja vier Gruppen im AGA Zug und diesmal wurden wir zweigeteilt. Zwei Gruppen haben San-Ausbildung gemacht und die anderen zwei Gefechtsausbildung. Ich gehöre zu einer der letzten zwei.

Montag – So viel ist nicht passiert. Wir hatten hauptsächlich theoretischen Unterricht wie z.B. Feldhygiene <- super Spannend!!!

Dienstag – Heute ging es das erste Mal mit dem ca. 20kg Gepäck auf Wanderung. Die kleine Strecke von nur 6km war machbar und hört sich nicht viel an, aber der Hinweg zum Feld war doch anstrengend. Man muss sich schließlich erst mal an das Gewicht gewöhnen. Zudem muss man die ganze Zeit sein G36 in der Pirschhaltung halten und darf die Arme nicht schwingen lassen, das strengt noch mal an. Der Rückweg lief dagegen schon etwas besser und wir haben auch ein Lob vom Zugführer bekommen ;)

Drausen auf dem Feld haben wir viel praktisches gemacht. “Täuschen und Tarnen”: schön mit Grün/Schwarz das Gesicht anmalen und den Helm gut tarnen. Dann haben wir noch die 3 Gangarten, Gehen, Kriechen, Gleiten durch genommen. Nach dem Mittag haben wir noch Topografie Unterricht gehabt und ein etwas älteres GPS Gerät kennen gelernt.

Mittwoch – Durch den Tag davor waren wir entsprechend müde und ausgepowert, aber man hat es uns nicht angemerkt – Wir sind schließlich Soldaten ;) Spaß beiseite. Der Tag war etwas gechillter zuerst haben wir theoretisch Skizzen und Meldungen gelernt und nachmittags das ganze praktisch vertieft. Gegen 17Uhr sollten wir dann eig. eine Dienstunterbrechung bekommen … eigentlich ;) Ein Kamerad aus unserer Gruppe hat sich kurzfristig noch gemeldet und gefragt ob wir nicht unsere Gewehre sauber machen sollten, da wir damit am Vortag im Feld waren. Der Zugdienst wusste davon nichts und ließ uns dann eben 2 Stunden die Waffen putzten. Das dumme daran war 1) Die Waffen hätte unbedingt gereinigt werden müssen, da wir nicht scharf geschoßen haben und 2) die schöne Dienstunterbrechung entfiel. Die ganze Gruppe war dementsprechend etwas sauer aber nach 2 Stunden sinnlosen Waffen säubern ist daraus unser neuer Running-Gag geworden.

Donnerstag – Der Do. lief im Grunde so ab wie Mittwoch (nur ohne das Waffen putzen). Thema: Fernmeldedienst und Funkgeräte. Die Funkgeräte sind auf dem neusten Stand von vor 30 Jahren vielleicht ^^

Freitag – Juhu letzte Tag der Woche. Da wir ja alle schön täglich Sport gemacht haben haben wir am letzten Tag den BFT (Basis Fitness Test) gemacht. D.h. 11x10m rennen; Klimhang; 1000m Lauf. Der Test wir am Ende der AGA noch mal gemacht um zu sehen ob man sich verbessert hat und ob die AGA etwas gebracht hat. Ich war nicht der beste aber ich denke meine Zeiten sind nicht schlecht: 1) 11x10m: 43,21 sec 2) Klimhang: 62 sec 3) 1000m: 3min 52sec

Die Woche ist rum und ich bin das erste Mal in der Kaserne geblieben über’s Wochenende. Es ist sehr ruhig hier. Es sind nur 5 Leute noch da. Nächste Woche wird es noch mal spannend und sicherlich auch anstrengend bevor wir dann die San Ausbildung haben. Aber mehr dazu nächste Woche.

4. Woche – Feiertag, Lehrgang und Unterricht

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Die letzte Woche war sehr Abwechslungsreich und kurzweilig.

Montag – Der Montag war sehr entspannt, den in Ulm war Schwörmontag -  Ein lokaler Feiertag. Laut einem Kameraden der in Ulm wohnt ist das wie Fastnacht nur ohne die Verkleidung – also alles sind besoffen um es auf deutsch zu sagen ;) Aber das ist nicht das gute daran. Schön war es das wir nur bis 12 Uhr Dienst hatten und dann bis abends frei hatten. Vormittags hatten wir noch “Religions-Unterricht”. Aber obwohl wir in kath. und evang. getrennt wurden war es mehr ein Ethik-Unterricht. Ich bin aber erst später dazu gekommen weil ich morgens noch im SanBereich war um meine Dienstbrille anzumelden und das Atest meines Zivilarztes vorzulegen. Ich habe ja beim Joggen Knieprobleme und deshalb bin ich noch mal zum Arzt gegangen. Das war diesmal sehr enstpannt, denn ich kam zu einer Zivilärztin die in der Kaserne arbeitet. Sie hat mir dann unterschrieben, dass ich a) meine eigenen Sportschuhe tragen darf – und nicht die unbequemen von der Stange. b) meine Aktivbandage tragen darf und last but not least c) darf nach 5 km nach eigenen Ermessen weiter joggen. D.h. wenn mein Knie schmerzt muss ich nicht weiter joggen damit ich das Knie nicht total kaputt mache.

Beim warten auf den Arzt saß ich im Wartebereich und habe mich mit einem Mann unterhalten der einen kleinen Fahrrad Unfall hatte. Es stellte sich heraus das er Oberstleutnant. Auf meine Bemerkung “Respekt!” meinte er nur bescheiden, das wäre kein Großes Ding. Den Dienstgrad bekommt man mit der Zeit. Wir haben uns dann noch über die Rekruten Ausbildung unterhalten und der Typ denkt genau so wie ich. Er meinte nur so, dass die Ausbildung mit dem Geschreie u.Ä. total falsch wäre. Wenn man beim 3. Mal die Waffe immer noch nicht zusammen bauen kann, dann kann man es auch nicht wenn man dabei angeschrieben wird. In der AGA sollte man eher menschlicher vorgehen. Ich fand das beeindruckend das es Bundeswehr Mitglieder gibt die so denken und auch keine Angst haben das offen zu sagen.

Dienstag -  Wie letzte Woche sind wir nochmal in die HiBuKa gefahren. Diesmal durfte dann auch unsere Gruppe im Simulator (AGSHP) schießen. Das war eigentlich sehr lustig (obwohl ich nicht wirklich gut abgeschnitten haben ;) . Ich denke das Schießen bzw. Waffen allgemein sind nicht mein Ding. Ich habe andere Stärken in denen ich trumpfen kann. Nachmittags ging es dann noch mal ans G36  und wir haben es zerlegt und zusammengesetzt wie die Weltmeister. Dannach haben wir dann einen kleinen Wettkampf zwischen zwei Gruppen gemacht. Es gab einen Parcour mit jeweils 6 Stationen an denen eine P8 und ein G36 lagen. Man musste dann mit einem ca. 10kg schweren Sandsack dahin rennen (Strecke zwischen 50-100m) und dann beide Waffen entweder zusammensetzten oder zerlegen und dann weiter zur nächsten Station. Unsere Gruppe hatte mit großen Vorsprung gewonnen – Das war ganz schön, so ein kleines Erfolgserlebnis zu haben.

Mittwoch – Die Hälfte der Woche ist geschafft und es wurde etwas entspannter. Am Mi. sind wir mit dem Bus ins Gelände gefahren und haben dort den ganzen Tag einen Brandschutzlehrgang gehabt. Wir haben gelernt wie man eine brenende Person mit einer Decke löscht, wie man einen Flüssigbrand und einen Feststoffbrand bekämpft. Dazu haben natürlich die Theorie gelernt (also die verschiedenen Brandklassen und Feuerlöscher) und natürlich durften wir alle die Feuerlöscher benutzten und kennen lernen. Ich fand das total spannend, weil dies ist wohl eines der wenigen Dinge die man auch im Zivilen gut nutzten kann. Wann hat man im Zivilen schon einen Feuerlöscher in der Hand? Wir haben zwar zwei Feuerlöscher hier im Haus aber bis jetzt wusste ich nicht wirklich wie die Funktionieren geschweige denn ich habe sie ausprobiert. Abends hatten wir dann noch eine kleine Dienstunterbrechung – warum wir die bekommen haben weiß keiner aber bei sowas beschwert man sich natürlich auch nicht :)

Donnerstag – Der vorletzte Tag der Woche ist da und es wurde noch mal hart. Wir wurden nicht körperlich tüchtig sondern man hat uns mehrere Stunden in den U-Raum gesteckt und wir sollten noch mehr Theoretischen Unterricht haben. Zu Themen wie “Arbeitssicherheit”, “Wehrdiziplinarverordnung” und anderen hatten wir die Chance einzuschlafen. Aber wehe einer ist wirklich eingeschlafen dann gab es ärger. Nach den harten Test des wach bleibens haben wir Sport gemacht. Ein wenig Joggen (ich denke es waren plus/minus 7km) und ein paar verzweifelte Versuche mit uns Krafttraining zu machen durften wir dann duschen gehen.

Freitag – Juhu es ist Freitag – ungefähr mit dieser Einstellung ist man in den Tag gestartet, aber die Freude wird einem auch schnell genommen, denn wir durften auch am Freitag noch mal in den U-Raum. Wir hatten noch einen Unterricht beim S2 (Sicherheitsbeauftragter). Er hat uns erklärt die Sicherheit innerhlabt und außerhalbt der Kaserne hergestellt wird und erhalten bleibt. Das war im Grunde sehr spannend, was für Techniken die Bundeswehr hat und es war doch einfacher wachzubleiben. Zum grönenden Abschluss sind wir noch schwimmen gegangen. Es wurde überprüft ob wir “schwimmen können” – und wie stellt man sowas fest? Genau man muss 200m in min. 7 Minuten schwimmen können. (6 Minuten sind nötig für das deutsche Sportabzeichen). Es hat auf jeden Fall jeder geschafft – also alle können schwimmen ^^. Ich habe es in 4’28″ geschafft! Seit ihr schneller?

fotolism.us wird 2 Jahre als – ein Grund für einen Fotowettbewerb

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Vor ein paar Wochen habe ich meinen Fotowettbewerb vorgestellt und jetzt kommt schon der nächste hinterher. fotolism.us wird 2 Jahre alt und Oliver Schäfer will das mit einem kleinen Dankeschön feiern.

Der Sommer ist da und was passt da am besten als den Sommer in den Mittelpunkt zu stellen. “Was macht für dich den Sommer aus?” soll das Thema zum Fotowettbewerb sein.

Zu gewinnen gibt es natürlich auch was. Ihr habt dich Change auf einen der 8 Preise:

Einsendeschluss ist der 21. August 2010 – ab diesem Tag werden auch alle eingereichten Bilder in einer Galerie zur Ansicht freigegeben.

fotolism.us Banner

3. Woche – Ausbildung an der Waffel

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cat_bundeswehr_150.pngWer sich jetzt fragt, warum schreibt er jetzt über die 3. Woche. Was ist denn mit der 2. passiert? Dem möchte ich das kurz erklären. Der Bund zählte die ersten 2 Tage (Do + Fr) als 1. Woche und somit ergibt sich die Rechnung das ich jetzt die 3. Woche hinter mir habe.

Die 3. Woche standt unter dem Thema “Waffen, Waffen und Waffen”

Der start in die Woche fällt einem Soldaten irgendwie schwere als anderen habe ich das Gefühlt. Auf jeden Fall kann ich das für die Rekruten sagen. Das Wochenende hat man noch nicht so richtig realisiert und schon sitzt man wieder im Zug. Aber da muss man durch.

Da letzte Woche alle ihre Arzt Termine hatten durfen wir bzw. mussten wir am Montag gleich mal ein wenig Sport treiben. Das ist im Grunde auch nicht schlimm. Doof ist nur für mich, wenn ich jogge dann schmerzt mein rechtes Knie und irgendwann lässt der Muskel nach. Leider hat das Röngten und ein MRT keinen Aufschluss geben. Egal, dachte ich mir und habe mich dennoch “Neu Krank” gemeldet. (Neu Krank = Sagt man morgens beim antretten falls man zum Arzt muss). Ich bin dann am Di. zum Arzt aber logischer Weise hat der auch nichts gefunden und hat mir nur ein paar Schmerztabletten geben und eine Gelenksalbe. Aber das ist auch nicht so toll. Naja wie es aussieht muss ich die nächsten 3. Monate mit Ibuprofen durchhalten – bleibt mir wohl nichts anderes übrig.

Abgesehen von den Knieschmerzen hatten wir unseren ersten Kontakt mit den drei Waffen mit denen wir schießen werden. Das ist einmal die P8, das G36 und das MG3. Unsere Hauptwaffe wird das G36 sein. Pro Tag haben wir dann eine Waffe durch genommen und jeweils, Sicherheitsüberprüfung, Funktionsüberprüfung durch genommen und die Waffe zusammen und auseinander genommen. Beim MG3 war ich leider beim Arzt und so musste ich die Waffe am Do. alleine (mit Privatlehrer) nachholen. Also was die Gruppe an einem Tag gemacht hat habe ich an einem Vormittag gelernt. Ich sage euch das MG3 ist sch***. Man muss die ganze Zeit auf dem Bauch liegen und muss die 11.5kg Waffe in die Schulterpressen. Im liegen muss man natürlich auch alles überprüfen und die Waffe auseinander nehmen können. Es hat alles geklappt aber war doch anstrenend.

Im Do. war der ganze Zug noch in einer anderen kleineren Kaserne, weil es dort einen Schießsimulator gibt (AGSHP). Da wir ja bis jetzt noch nicht scharf geschoßen haben üben wir erst im Simulator. Unsere Gruppe ist am Dienstag dran – ich bin mal gespannt.

Neben den drei Waffen mussten wir natürlich auch unser Zeug mitschleppen um uns an das Gewicht zu gewöhnen. Wir haben das erste mal den Rucksack gepackt und man fragt sich wie soll denn 2/3 des Schranks in den Rucksack passen – aber irgendwie hat es doch gepasst. Das Gewicht ist schon krass (ich schätzte mal um die 20kg, aber genau weiß ich das jetzt auch nicht) und drückt auf die Schultern. Unser Gruppenführer meinte nur so, irgendwann kommt der Zeitpunkt da fühlt man den Schmerz nicht mehr weil die Schultern taub sind. JUHU darauf freue ich mich schon ^^ Ob der Zeitpunkt die Woche eingetretten ist erfahrt ihr dann nächste Woche.

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