Fazit: Allgemeine Grundausbildung

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Kategorie LogoIch weiß seit ein paar Tagen kam hier keine Nachricht mehr. Ich muss euch aber leider enttäuschen, ich bin noch am Leben. Die Grundausbildung hat mich nicht geschafft – so schnell gebe ich nicht auf ;) Ich bin nun schon ein paar Tage in meiner neuen Kompanie, möchte aber dennoch ein Fazit der AGA ziehen.

Ihr habt, sofern ihr meinem AGA-Tagebuch gefolgt seit, schon einen guten Einblick in eine Grundausbildung der Bundeswehr mitbekommen. Zum Schluss möchte ich aber noch ein paar Wort sagen.

Die erste Frage die man mir gestellt hatte in den letzten drei Monaten war: “Ist es eigentlich wirklich so hart?” Natürlich beantwortet jeder die Frage individuell, aber ich für meinen Teil kann sagen es war nie wirklich hart. Ich dachte vor der AGA das es wohl eine der härtesten (körperlich gesehen) Zeiten werden wird. Ich bin ja noch nie der TOP Sportler gewesen aber ich hatte eine gewisse Kondition und war auch nicht total unsportlich. Das wusste ich natürlich und deshalb bin ich auch zur Bundeswehr gegangen um meinen Schweinehund zu überwinden und etwas mehr Sport zu machen – auch wenn es sehr anstrengend wird. Zum anderen wollte ich gerne mal meine Grenzen sehen um zu gucken wie weit ich selber komme und zu was ich in der Lage bin. Man gibt nämlich in vielen Dingen einfach zu schnell auf obwohl der Körper noch lange durch gehalten hätte. Es ist viel wert wenn man seine eigenen Grenzen kann (und das in vielerlei Hinsicht).

Also wie gesagt, es war nicht sonderlich hart. Deswegen stehe ich auch etwas gespalten zu meinem Fazit. Ich bin froh das ich gut durch gekommen bin aber auf der anderen Seite wollte ich ja meine Grenzen finden, die so leider nicht gefunden habe (was natürlich ein gutes Zeichen ist, d.h. ich bin noch zu viel mehr in der Lage).

Doch zum Abschluss sage ich, ich bereue es keinesfalls beim Bund zu sein. So einen Zivi-Job (egal was es ist) kann jeder machen. Und es hat auch irgendwie Spaß gemacht – man trifft einfach viele neue Leute und auch neue Freundschaften entstehen beim Bund. Wäre da Heim geblieben, sei es als Zivi oder sogar als Ausgemusterter, hätte ich diese tollen Leute nicht kennen gelernt. Ich bin es schade dass der Grundwehrdienst ab sofort nicht mehr statt findet, denn es war schon eine tolle Erfahrung und auch wenn man heutzutage schief angeguckt wird, wenn man sagt, ich habe gedient, so war es doch auch immer die Kameradschaft die das ganze so interessant gestaltet hat.

1. Woche beim Bund

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cat_bundeswehr_150.pngWie die Zeit doch vergeht – jetzt bin ich schon über eine Woche beim Bund und schon so viel erlebt.

Ich will euch in diesen Artikel auf der einen Seite meine Erlebnisse beim Bund schildern aber auf der anderen Seite auch nicht jedes kleine Detail erklären und euch so langweilen. Deshalb sage ich einfach mal, wenn ihr etwas genauer wissen wollt dann schreibt mich einfach an oder kommentiert.

Ja, wie gesagt bin ich schon über eine Woche beim Bund. Was habe ich denn so gemacht bzw. wie hat alles angefangen?

Ich kam mit dem Zug am Do. den 1.7 in Ulm an und bin dann so gegen 11 Uhr in der Kaserne gewesen. Das war schon alles sehr interessant durch ein gut bewachtes Tor zu gehen ;) aber ich habe es überlebt! Die Begrüßung in der Kaserne war jetzt nicht wirklich herzlich aber OK – wir sind ja schließlich nicht im Kindergarten. Ich musste dann erstmal viele Formulare ausfüllen und konnte dann schon die Bettwäsche und meine erste Kleidung (Sport anzug) entgegen nehmen und auf meine Stube (Es heißt beim Bund Stube und nicht Zimmer. Zimmer bekommt man im Puff ^^) gehen. Am zweiten Tag bekamen wir dann schon all unsere Ausrüstung. D.h. alle Feldanzüge, Dienstanzug, Jacken, Stiefel, ABC-Zeug, Schlafsack und Rucksack, etc. etc. Das ganze Zeug mussten wir aber in einer anderen Kaserne in Ulm besorgen, da dort das Lager war.

Allein in den ersten zwei Tage, wo noch alles neu und komisch war, wurden wir nicht geschont. Entweder wir wurden angeschrieben weil wir zu langsam waren und wir mussten schon die ersten Sachen lernen. (Auf das Geschreie komme ich gleich noch mal). Hier mal ein Tipp: Ich habe es schon mal erwähnt, aber ich betone es noch mal! Es hat mir echt geholfen das ich die Dienstgrade soweit schon konnte. Das ist das erste was man dort lernt und wehe man redet einen Vorgesetzten den falschen Dienstgrad an – dann gibt’s Haue ^^

Die erste richtige Woche war aber im Großen und Ganzen ganz angenehm. Ja genau ich sagte angenehm. All unsere Ausbilder sind im Prinzip total korekt und lustig. Solang wir gut mitarbeiten sind die Ausbilder auch nett und das veruschen wir natürlich beizuhalten. Hinzukommt das wir noch gar keinen Sport gemacht haben. Das durften wir noch nicht da wir erst Di. und Do. beim Arzt waren und ohne das OK vom Arzt dürfen die Ausbilder uns nicht sportlich beschäftigen. Also was macht man wenn man kein Sport machen darf? Ganz genau man macht theoretischen Untericht. Das bekommt man als Außenstehnder gar nicht so mit, aber jeder der zum Bund geht muss viel Untericht haben und alles lernen.

Wir wurden Belehrt was wir machen dürfen und nicht. Wir haben das Thema “Befehl und Gehorsam” durch genommen und  auch “Politsche Bildung gehört dazu. Also es gibt viel zu lernen. Unteranderem haben wir schon eine theoretische Einweisung und Belehrung zum Schießen bekommen. Man lernt nämlich alle Waffen erst in der Theorie bevor man damit schießen darf – macht auch irgendwie Sinn, oder? Was aber am lustigsten ist … wir schreiben in unregelmäßigen Abständen Wochentests. Damit will man überprüfen ob wir auch was gelernt haben.

Neben dem Unterricht haben wir auch schon das Maschieren und die Meldungen gelernt. Man muss sich nämlich mit einem Bestimmen Satz melden, wenn man ein Dienstzimmer betritt bzw. wenn ein Vorgesetzer die Stube betritt. Das ist nicht schwer aber viele raffen es nicht und wer es nicht kann wird fertig gemacht oder wieder rausgeschickt. Zum Glück kann ich gut Auswenig lernen, da fällt mir sowas nicht so schwer. Dafür bin ich nicht so sportlich und werde beim Sporttest bestimmt nicht so gut abschneiden, aber mal sehn – das Ergebnis teile ich euch dann nächste Woche mit.

Zum Abschluss der ersten Woche haben wir noch einen “Eingewöhnungs-Marsch” gemacht. D.h. 5km (ohne Gepäck) im angezogenen Tempo laufen (nicht joggen). Das war noch total leicht. Aber es gab doch Leute die konnten nach einem km nicht mehr und einer hat sich auch übergeben, soweit ich weiß. Da bin ich mal gespannt wie die den Sporttest bestehn bzw. die restlichen 13 Wochen überleben und en 40km Marsch zum Abschluss. Naja es gibt noch soviele Fragen und ich bin gespannt was noch auf mich zu kommt.

Ab nächster Woche lernen wir dann scho mal unsere Waffen kenne. Am Montag gehen wir im Simulator mit der P8 schießen und am Mi. werden wir das G36 kennen lernen.

Soviel erst mal von mir – ihr hört nächste Woche mehr von mir. Es würde mich auf jeden Fall mal interessieren was ich davon denk bzw. schreibt einfach mal einen kommentar :)